Danke

Leider komme ich erst heute dazu, meinen letzten Beitrag für die Fahrt nach Israel zu schreiben. Aber vielleicht habe ich nun auch den richtigen Abstand, um ein Resümee zu ziehen.

Es war der dritte Anlauf zu dieser von uns schon lange geplanten Pilgerreise. Immer wieder hatten uns die politischen Verhältnisse im Heiligen Land davon abgehalten, auf den Spuren von Jesu Christi zu wandeln. Und auch dieses Mal stand die Fahrt unter keinem guten Stern. Erst der überraschende Tod von unserem Teilnehmer Michael Schäfer, der wohl jeden berührt hat. Dann wollte ein Vulkan in Island mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull uns einen Strich durch die Rechnung machen. Das wirkliche ok kam dann wirklich erst 11 Stunden vor unserer Abfahrt in Langenfeld. Ich denke, noch viel knapper ging nicht.

Um 5.15 h starteten wir in Langenfeld. Die Leere in Frankfurt auf dem Flughafen tat richtig gut. Ich möchte gar nicht wissen, wie es sonst ausgesehen hätte.

Zusammenfassend möchte ich jetzt danken:

Danke sage ich unserer Reiseleiterin Marion. Sie hat uns in wunderbarer Weise das Heilige Land gezeigt und erschlossen. Dabei hat sie wertfrei uns die drei monotheistischen Religionen Juden- und Christentum sowie Islam erklärt. Aber auch die Menschen des Landes haben wir durch sie kennen und vielleicht verstehen gelernt. Sie hat damit wesentlich zum Erfolg der Pilgerfahrt beigetragen, und ich hoffe, dass wir eine Fortsetzung unserer Fahrt ins Heilige Land mit ihr realisieren können.

Danke sage ich unserer Gaby Franz. Sie hat den überwiegenden Teil dieses Tagebuchs geschrieben und damit unsere Daheimgebliebenen an unserer Fahrt teilnehmen lassen. Auch hat sie den leider nicht teilnehmenden Pastor Monsignore Josef Schrupp bei unseren Feiern ohne Priester ersetzt.

Danke sage ich ausdrücklich nochmals unseren Senioren, die bravourös alle Strapazen der Fahrt gemeistert haben. Es macht Spass, sie alle mitzunehmen, und ich hoffe, dass sie auch für andere Ansporn sind, sich unseren Fahrten anzuschließen.

Danke sage ich jedem einzelnen Teilnehmer. Es war wieder eine sehr harmonische Gruppe, in der jeder auf jeden aufgepasst hat, damit keiner zu Schaden komme. Es gab keine bösen Worte, alle waren immer pünktlichst zum verabredeten Zeitpunkt zur Stelle, die Strapazen wurden ohne Murren gemeistert und man spürte, dass alle gemeinsam auf dem Weg waren. Diesen Geist wünsche ich mir bei jeder zukünftigen Fahrt.

Danke sage ich zum Schluss unserem lieben Gott. Er hat uns auch auf unserer 8. Fahrt wieder wohlbehalten nach Hause kommen lassen. Keiner hatte Schaden am Körper oder Geist genommen, weil er seine schützende Hand über uns hielt. So können wir voll Vertrauen in 2012 nach Fatima aufbrechen.

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Freitag, 30.4.10 – Noch einmal in der Grabeskirche!

Um sechs Uhr morgens trafen wir uns mit vier Frauen, um vor der Abreise noch einmal schnell durch die noch menschenleere Altstadt zur Grabeskirche zu laufen. Leider betraten wir die Kirche zeitgleich mit der einzigen Reisegruppe weit und breit. Jetzt ist es sicher unfair, auf Reisegruppen zu schimpfen, wenn man selbst zu einer gehört, aber Tatsache ist einfach, dass sie Lärm und Unruhe verbreiten. Natürlich wollten sie als erstes nach Golgotha genau wie wir auch. Aber die Besichtigung war schnell vorüber und zurück blieb ein Raum mit vielen Menschen, die in den Ecken und an den Säulen knieten, standen, saßen und still beteten. Es herrschte eine ganz dichte Atmosphäre und  spirituell tiefe Ruhe, die durch den aus der Ferne der Kirche herüber dringenden Gesang eines orthodoxen Gottesdienstes eher noch unterstützt wurde. Jetzt war der Raum hier rund um den Felsen, auf dem unser Herr am Kreuz verstorben war, wirklich eine Kirche, nicht wie tagsüber ein Museum. Das stille Gebet an diesem Morgen, umgeben von vielen anderen betenden Menschen, war für mich der spirituell tiefste Moment unserer Reise. Hier war der Ort, wo ich mein Leben und die Menschen, die ich liebe, vor und mit Gott anschauen konnte. Nach einer halben Stunde des Gebetes gingen wir schweigsam wieder zurück zum Neuen Tor, durch das wir die Altstadt verließen und in unser Hotel zurückkehrten.Jerusalem fand ich schon vorher einfach klasse; aber nach dieser morgendlichen Erfahrung war es so, dass ich am Flughafen aus vollem Herzen den traditionellen Abschiedsgruß aller Juden sagen konnte: „Bis nächstes Jahr in Jerusalem!“

Veröffentlicht unter k) 30.04. | 1 Kommentar

Beim Baden am Toten Meer

 p4290237_600_450.jpg   img_0193_600_450.jpg   donnerstag_29410_petra_015_600_450.jpg   donnerstag_29410_petra_016_600_450.jpg   Von Qumran geht es zum absoluten Höhepunkt der Fahrt – zum Baden ans Tote Meer.

Schnell sind die Badesachen angezogen, Marion hat uns gut vorbereitet und die Besonderheiten erklärt. Man kann sich nicht wie sonst in die Fluten stürzen. Man setzt sich ins Wasser, und schon schwimmt man. Es ist wunderbar, einfach auf das Wasser legen und man geht nicht unter. Man muss nur darauf achten, dass man kein Wasser in Mund und Augen bekommt. Und dann soll man sich mit dem Schlamm einreiben und das Ganze trocknen lassen. Das gebe eine superzarte Haut. Nach dem Bad sollte man unbedingt sich mit Süßwasser duschen.

Nach dem Bad geht es noch schnell über Jericho, der ältesten Stadt der Welt. Die ältesten Ausgrabungen sind 10.000 Jahre alt.

So noch einmal Abendessen, Schlafen und Frühstücken und dann steht der Bus für die Fahrt zum Flughafen vor der Tür.

Ich glaube, die Gruppe fährt mit gemischten Gefühlen nach Hause: Einerseits ist es eine Fahrt mit sehr vielen neuen Eindrücken; andererseits muss alles in Ruhe verarbeitet werden. Dafür werden wir noch viel Zeit brauchen.

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Veröffentlicht unter j) 29.04. | Schreib einen Kommentar

Massada, Qumran und Totes Meer

donnerstag_29410_petra_038_600_450.jpg      donnerstag_29410_petra_006_600_450.jpg       Von hier geht es nach Qumran, der vermeintlichen Essner-Siedlung. Mittagspause und hiernach die Erklärungen von Marion. Sie sagt uns, dass es sich bei den gefundenen Schriften wahrscheinlich um eine Bibliothek bzw. gesammelte Schriften der Juden handelt, die in den Höhlen versteckt wurden. Bei den Ausgrabungen hat man auch Frauenknochen gefunden, daher kann es sich nicht um eine Essener-Siedlung handeln. Wieder eine Illusion weniger

Veröffentlicht unter j) 29.04. | Schreib einen Kommentar

Massada, Qumran und Totes Meer – Heute wird es heiß

donnerstag_29410_petra_031_600_450.jpg   donnerstag_29410_petra_021_450_600.jpg    donnerstag_29410_petra_023_450_600.jpg   Der vorletzte Tag. Wir können nun langsam die Stunden zählen. Wir fahren schon früh am Morgen los. 7.30 h sind alle im Bus. Es geht nach Massada, der Fluchtburg von König Herodes, dem Großen. Schnell sind wir am Toten Meer. 80 km lang und an der breitesten Stelle 20 km breit, bis zu 400 m tief. Das Imposante ist, dass das Tote Meer fast 400 m unter dem Meeresspiegel liegt. Wir merken es an den Ohren. Ein Druck wie bei Starten und Landen es Flugzeuges haben einige von uns. Durch die Verdunstung des Wassers fällt der Meeresspiegel jedes Jahr um 1 m. Wir fahren teilweise durch Mondlandschaften, die vor einigen Jahren noch im Meer lagen.

Nach Massada kommen wir mit der Seilbahn. Oben sehen wir die Reste der Fluchtburg von König Herodes. Marion überzeugt uns, dass der König wirklich in Massada war. Aber das ist alles noch so interessant wie die Belagerung der Burg nach 70 nach Christus durch die Römer. Zwei Jahre lang versuchten sie, die Burg mit ca. 1.000 Juden einzunehmen. Da die Römer nicht gerne gekämpft haben, versuchten sie, die Juden auszuhungern.

Durch unvorstellbare Vorräte von Lebensmittel und Wasser konnten die Juden sich der Belagerung widersetzen. Dann bauten Sie an der höchsten Stelle (180 m hoch) eine Rampe, Über die konnten sie dann einen Rammbock platzieren, der dann ein Loch in die Außenmauer brach. Es ist schon bewegend, ca. 2.000 Jahre alte Steine, Putz und Malereien zu sehen. Da die Juden sich nicht von den Römern in die Sklaverei führen lassen wollten, begehen sie einen gewaltigen Massenselbstmord.

Jetzt zahlt es sich aus, dass wir früh los gefahren sind. Es sind noch nicht viele Gruppen vor uns, und es geht eigentlich alles problemlos. Auch die 28° C lassen sich noch ertragen. Über Tag werden es mehr werden.

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Veröffentlicht unter j) 29.04. | Schreib einen Kommentar

In der Zitadelle

mittwoch-28410-036.jpg   mittwoch-28410-035.jpg   mittwoch_28410_petra_034_600_450.jpg           Letzter Besichtigungspunkt des Vormittags war die Zitadelle in der Altstadt, in der sich ein Museum über die Stadtgeschichte Jerusalems befand, das wir besichtigten. Danach hatten wir unseren freien Nachmittag, an dem wir zwar alle in unterschiedlichen Kleingruppen losgingen, uns aber im österreichischen Hospiz bei Kaffee, Apfelstrudel und Sachertorte – mit Sahne natürlich – wiedertrafen. Nach soviel Falafel und Humus hatten wir alle mal wieder Lust, auf einen handfesten deutschen Nachmittagskaffee.

Veröffentlicht unter j) 29.04. | Schreib einen Kommentar

Im Abendmahlssaal

mittwoch-28410-028.jpg mittwoch-28410-029.jpg  mittwoch-28410-030.jpg                   Man geht davon aus, dass Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl auf dem Berg Zion gefeiert hat. Das ursprüngliche Haus wurde von den Persern zerstört und von den Kreuzrittern wieder aufgebaut. Im Erdgeschoss soll sich das Grab Davids befinden, im 1. Obergeschoß, wo heute der Abendmahlssaal angenommen wird, war zwischenzeitlich mehrere Jahrhunderte lang einen Moschee. So verehren heute in diesem einen Gebäude Christen, Juden und Moslems ihren Gott. Marion erklärte uns alles unter ein paar Bäumen im Hof und Heinz las die entsprechenden Textstellen aus dem Evangelium vor. Danach besichtigten wir das Gebäude.mittwoch-28410-031.jpg   mittwoch-28410-032.jpg   mittwoch-28410-034.jpgDanach war endlich wieder Shopping-Time. Marion erlaubte uns ganze 15 Minuten, in dem Laden der katholischen Dormitio-Abtei, die von deutschen Benediktinern versorgt wird, die letzten Geschenke einzukaufen. Dort gäbe es den besten Weihrauch von Jerusalem und wunderschöne Postkarten. Die Zeit wurde von uns wieder optimal ausgenutzt.

Veröffentlicht unter j) 29.04. | Schreib einen Kommentar

St. Peter in Gallicantu

mittwoch_28410_dirk_037_450_600.jpg    mittwoch-28410-025.jpg    mittwoch-28410-026.jpg   Unser nächstes Ziel war St. Peter in Gallicantu (St. Peter zum Hahnenschrei). Die dreistöckige Kirche steht an der Stelle, wo mit großer Wahrscheinlichkeit das Haus des Kaiphas gestanden hat. Hier ist der Kerkerraum ausgegraben worden, in dem Jesus wahrscheinlich nach der Gefangennahme die Nacht verbracht hat. Außerdem gibt es hier noch die Originalstufen aus der Zeit Jesu neben der Kirche zu sehen. Hier war auf jeden Fall der Weg in den Garten Gethsemane, so dass man davon ausgehen kann, dass Jesus auf diesen Stufen mit seinen Jüngern zum Ölberg gegangen und nach seiner Verhaftung wieder zurückgeführt wurde.

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Veröffentlicht unter i) 28.04. | Schreib einen Kommentar

Auf dem Tempelberg

mittwoch-28410-005.jpg   mittwoch-28410-004.jpg  mittwoch-28410-013.jpg   Heute morgen war Stress angesagt! Um 6.30 Uhr (!) feierten wir mit Pater Kelly, dem Hausgeistlichen von Notre Dame, in der Kapelle die heilige Messe (mit Predigt!). Dann schnell frühstücken, denn um Viertel vor acht wartete schon Marion mit dem Bus auf uns. Wir wollten frühzeitig auf dem Tempelplatz sein, um an den Kontrollen nicht so lange anstehen zu müssen. Und wir kamen auch gut durch. Auf dem Tempelplatz, der fest in muslimischer Hand ist, erklärte uns Marion die Aqsa-Moschee und den Felsendom. Von hier hatten wir auch einen schönen Blick auf den Ölberg. Dann verließen wir den muslimischen Teil des Tempelberges und kamen nach ein paar Straßen wieder an eine Polizeikontrolle, durch die wir an die Klagemauer kamen, die eigentlich (bis auf zwei Tage im Jahr) überhaupt keine „Klage“mauer ist. Hier wird nämlich nicht geklagt, sondern gebetet, auch wenn der Tonfall der laut vorgetragenen Gebete solches vermuten lässt. Die Klagemauer, erklärte uns Marion, ist nicht – wie oft zu lesen ist – der letzte Teil des ehemaligen herodianischen Tempels, sondern der westliche Teil der Begrenzungsmauer, mit der Herodes damals den ganzen Tempelplatz eingefasst hatte. Trotzdem ist sie das größte Heiligtum der Juden. Wir konnten –getrennt nach Männern und Frauen – bis direkt an die Mauer herangehen, sollten aber mit dem Fotografieren vorsichtig sein aus Respekt vor betenden Menschen.

mittwoch_28410_dirk_025_600_450.jpg   mittwoch_28410_dirk_029_450_600.jpg   mittwoch_28410_petra_024_600_450.jpg

Veröffentlicht unter i) 28.04. | Schreib einen Kommentar

Jerusalem bei Nacht

mittwoch_28410_dirk_044_600_450.jpg  mittwoch_28410_dirk_047_600_450.jpg       Beim Abendessen bot uns Pater Sergio vom Orden der  „Legionäre Christi“  an, Jerusalem bei Nacht zu erleben.Also sind wir ihm auf`s Dach gestiegen, weil er zu den Hausgeistlichen unserer Unterkunft gehört.In einer lauschig warmen Vollmondnacht erklärte er uns, wo im Häusermeer was zu finden ist.von Dirk

Veröffentlicht unter i) 28.04. | Schreib einen Kommentar